Hier erfahren Sie mehr über die Geschichte unserer Heimatstadt, deren Lage und Sehenswürdigkeiten.

Lage von Waldsassen in Deutschland:


(Quelle: www.maps.google.de)

Die nähere Umgebung von Waldsassen:


(Quelle: www.maps.google.de)

Die Geschichte:

Um das Jahr 1133 gründete Markgraf Diepold III. von Vohburg auf dem damaligen bayerischem Nordgau das Zisterzienserkloster Waldsassen. Von der Gründung Waldsassens erzählt man sich noch heute folgende Legende:
Markgraf Diepold III. traf 1127 während einer Jagd hier in diesem waldreichen, unwegsamen Gebiet auf Mönche, die sich ohne seine Erlaubnis in Köllergrün (Gründungsstätte heute an der Schirndinger Straße, Richtung Kappl) niedergelassen hatten. Es stellte sich heraus, dass einer dieser Mönche der Edle Gerwig von Wolmundstein war, einst bester Freund des Markgrafen. Der glaubte, Diepold in einem Ritterturnier, bei dem sich die beiden unerkannt gegenüberstanden, tödlich verletzt zu haben. Vor Gram über dieses Unglück ging Gerwig in das Kloster Siegburg bei Köln und später an den bischöflichen Hof in Regensburg. Von dort zog er mit Freunden hier in den Nordwald . Der Ortsname stammt von hier, "... die im Walde saßen" - also Waldsassen. Aus Freude über dieses unerwartete Wiedersehen stiftete nun der Markgraf dem Gerwig und seinen Brüdern soviel Land, wie ein Mönch auf einem Esel sitzend in einem Tag umreiten konnte (Die Legende ist mit dem Stiftsbrunnen am Parkplatz Schwanenwiese sehr schön dargestellt).
Nun zurück zur Geschichte: Markgraf Diepold III. holte Zisterziensermönche aus Volkenrode und stattete das Kloster mit Besitzungen aus. König Konrad III. sicherte 1147 dem Kloster seinen Schutz zu. Seitdem galt es als reichsunmittelbar. Rasch gewann das Kloster Waldsassen an Bedeutung und Macht. Es erwarb sich größte Verdienste um die Kolonisierung und Aufwärtsentwicklung eines weiten Landstriches im Nordgau, der bis nach Böhmen hinein reichte. Ab etwa 1530 verstärkte die angrenzende Kurpfalz immer mehr den Druck auf das Stift, ihre Oberherrschaft anzuerkennen. Das führte schließlich im Zuge der Reformation 1560/71 zur ersten Aufhebung des Klosters.

Mit der Ansiedlung der Tuchmacherfamilien Geisel begann 1613/14 im Anschluss an den vormaligen Klosterbereich der Bau einer bürgerlichen Siedlung, wozu 1617 die Kurpfalz mit dem "Winterkönig" Kurfürst Friedrich V. in der "Concessio" die landesherrliche Zustimmung erteilte. Nachdem die Oberpfalz und damit auch das stiftische Territorium 1628 an Bayern überging, kamen auf Veranlassung von Kurfürst Ferdinand Maria 1661/1669 wieder Zisterzienser aus Fürstenfeld (heute Fürstenfeldbruck) nach Waldsassen. 1690 wurde das Kloster selbstständige Abtei. Für Waldsassen und das klosterzugehörige Land begann eine Blütezeit, in der die alten Klostergebäude abgebrochen und unter Mitwirkung bedeutender Baumeister und Künstler glanzvoll wiedererrichtet wurden. In dieser Zeit entstanden die Basilika, die Klostergebäude, der Bibliotheksaal und die Kappl.

1693 erhielt der aufstrebende Ort das Marktrecht. Der fruchtbaren Tätigkeit der grauen Mönche setzte 1803 die Säkularisation ein jähes Ende. Erst 1864 konnten Zisterzienserinnen aus Landshut-Seligenthal einen Teil des früheren Klosterkomplexes erwerben, allerdings ohne die Kirche, die inzwischen zur Katholischen Pfarrgemeinde gehörte. Seither wirken die Ordensfrauen segensreich in Waldsassen. Sie betreiben den Bibliotheksaal, eine Mädchenrealschule, das Kultur- und Begegnungszentrum und die Umweltstation im ehemaligen Klostergarten.

Wegen der engen Verbindung der Ortsentwicklung mit der Klostergeschichte wird Waldsassen im Volksmund auch als Klosterstadt bezeichnet. Das Recht, sich "Stadt" zu nennen, erteilte Prinzregent Luitpold 1896, nachdem sich in den Jahrzehnten nach Fertigstellung der Eisenbahnlinie Weiden - Waldsassen - Eger (1865) allmählich mehrere Industriebetriebe angesiedelt hatten und der Ort einen beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung nahm.

Zählte Waldsassen 1721 erst ca. 1.100 Einwohner in 139 Häusern, so waren es 1905 schon 4.202 in 300 Häusern. Nach dem Bevölkerungsanstieg durch den Zustrom der Heimatvertriebenen (1945) und dem Gebietszuwachs durch die Gemeindezusammenlegung (1972) beträgt die Einwohnerzahl heute rund 7.000. Das Gemeindegebiet umfasst 6.555 ha.

Am 01.07.1990 wurde der frühere Grenzübergang Waldsassen / Cheb (Eger) zunächst für Fußgänger und Radfahrer wieder eröffnet. Seit 01.11.1990 steht dieser Grenzübergang auch für den PKW-, Bus- und örtlichen LKW-Verkehr offen.

Paten- und Partnerschaften
Waldsassen ist seit 1956 Patenstadt für die Heimatvertriebenen der Stadt Chodau (in der heutigen Tschechischen Republik) und unterhält rege Städtepartnerschaften mit der französischen Stadt Marcoussis und mit der Stadt Pencoed in Wales.
(Quelle: www.waldsassen.de)


Sehenswürdigkeiten:

-> Stiftsbasilika Waldsassen
-> Dreifaltigkeitskirche Kappl
-> Klosterbibliothek
-> Stiftlandmuseum
-> Naturerlebnisgarten
und vieles mehr!!!


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www.waldsassen.de